10 Jahre BDF-Bundesarbeitskreis „Forstliche Umweltbildung“

14.02.2014

BDF-Bundesarbeitskreis „Forstliche Umweltbildung“

In Thüringen, dem „grünen Herzen Deutschlands, fand am 6. und 7. Februar 2014 die Jahrestagung der Mitglieder des BDF-Bundesarbeitskreises „Forstliche Umweltbildung“ statt. Es war dabei auch Gelegenheit, den 10. Geburtstag dieses waldpädagogischen Fachgremiums zu feiern.

Dem von OFM i.R. Klaus Radestock (Brandenburg) geleiteten waldpädagogischen Expertenkreis des BDF gehören derzeit Forstleute aus verschiedenen deutschen Bundesländern (Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) sowie der Schweiz, Österreich und Luxemburg an. Das Team versteht sich als „Vordenker-Gruppe“ zur Erarbeitung von berufsständisch orientierten waldpädagogischen Diskussionspapieren im deutschen Sprachraum; es verfolgt keine Koordinierungs- oder Vernetzungszwecke. Seine Positionen werden u.a. in der BDF-Internetseite www.waldpädagogik.de abgebildet.

Nach der Begrüßung berieten die Teilnehmer am ersten Tagungsort, dem Naturerlebnisgarten „Fuchsfarm“ im Erfurter Steiger, in ihrem Tagesordnungspunkt Waldpädagogik-Kooperation zunächst Fragen und Probleme der Zusammenarbeit von Forstverwaltungen (hier: Forstamt Erfurt-Willrode) mit kommunalen Umweltbildungseinrichtungen und deren Fördervereinen.

Als Einführung zu einem zweiten Beratungsschwerpunkt, der Waldpädagogik-Zertifizierung, referierte Katharina Leib als Gast des Arbeitskreises über die Waldpädagogik-Ausbildung an der Erfurter Fachhochschule und das thüringische Zertifizierungs-Vorhaben zur Waldpädagogik.

Ein weiterer Gastbeitrag im Naturerlebnisgarten sorgte für die Einstimmung zur außerdem vorgesehenen Thematik Waldpädagogik & Musik: Jörg Klingelhöfer stellte das mit dem SDW-Waldpädagogikpreis 2013 gewürdigte Waldmusical „Incanemulo“ vor.
Es folgte eine Diskussion zu den (bisher zu wenig genutzten) Chancen, Musik permanent als waldpädagogische Methode einzusetzen.
Beraten wurden aus diesem Anlass aber auch Möglichkeiten und Grenzen von Waldpädagogik-Preisen. Hierfür empfahl sich Thüringen gleich doppelt: neben der kürzlichen bundesweiten Ehrung für „Incanemulo“ wird in diesem Bundesland bekanntlich ein eigener, der Waldpädagogik-Preis „Ecki“, vergeben.

Am Abend des Donnerstag erfolgte im Forstamt Erfurt-Willrode ein forstpolitik- und waldpädagogikrelevanter Informationsaustausch u.a. mit Dr. Chris Freise (Leiter des Forstamtes), Andreas Schiene (BDF-Landesvorsitzender) und Andreas Lucas (Zentrale Thüringen-Forst). Dabei ward mit einer kleinen Feier auch des nunmehr zehnjährigen Bestehens des BDF-Arbeitskreises Forstliche Umweltbildung gedacht.

Die Tagung wurde am Freitagmorgen im historischen Erfurter Augustinerkloster fortgesetzt.
Zum Tagesordnungspunkt Waldpädagogik in Europa wertete Arbeitskreis-Mitglied Thomas Baschny / Wien den in Bilbao / Spanien durchgeführten 8. europäischen Waldpädagogikkongress aus und kündigte den nächsten und also nunmehr 9. an: er wird vom 10. bis 12. September 2014 in Lagow / Polen stattfinden.

Im Folgenden wurden die aus den vortäglichen Impulsreferaten aufgenommenen Anregungen aufgegriffen, ausdiskutiert und zu Arbeitsergebnissen geführt.

Nach Beratungsende nahmen einige Tagungsteilnehmer am Freitagnachmittag noch die Gelegenheit einer informativen Führung zu historischen Stätten jüdischen Erfurter Lebens wahr.

Den thüringischen Gastgebern (und in erster Linie dem Arbeitskreismitglied Uta Krispin als glänzender Organisatorin) sei für die guten Rahmenbedingungen des Erfurter Treffens herzlich gedankt!

Klaus Radestock