35 Jahre Haus des Waldes in Gräbendorf

06.06.13

Haus des Waldes in GräbendorfDas Haus des Waldes in 15754 Heidesee / OT Gräbendorf lädt anlässlich der Brandenburger Landpartie und seines 35. Geburtstages für den 8. Juni 2013 zum traditionellen Tag der offenen Tür ein. Im Juni 1978 als "Naturlehrkabinett Frauensee" begründet, gehört die heute dem Landesbetrieb Forst Brandenburg / Oberförsterei Königs Wusterhausen zugeordnete Einrichtung mit dem Hirschkäfer-Logo zu den traditionsreichsten forstlichen Naturschutz- und Umweltbildungsstätten Europas.

35 Jahre Haus des Waldes: wie hat alles angefangen, wie ist es seitdem so gelaufen?

Die Geschichte dieser im südöstlichen Umland von Berlin gelegenen Einrichtung begann 1978 mit der Anlage eines Stützpunktes für Erholungswaldgestaltung und Naturschutzarbeit im Staatlichen Forstwirt-schaftsbetrieb Königs Wusterhausen. Die Gründung erfolgte durch Oberförster Klaus Radestock in einer aufge-gebenen Produktionsstätte für Jägerzäune am jahrhundertealten, vermutlich bereits 1786 (also im Todesjahr Friedrichs des Großen) erbauten Forsthaus Frauensee. Als „Waldwerkstatt“ gibt es dieses Ursprungsgebäude noch heute. Ein Jahr später übernahm der neue „Wald-Erklär-Ort“ als „Naturlehrkabinett Frauensee“ auch Aufgaben der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung.

1982 erfolgte die Zuerkennung des Status „Naturschutzstation" der Bezirksnaturschutzverwaltung Potsdam. Auch ein „Hirschkäferwappen“ wurde dem Lehrkabinett damals zugestanden, entstiegen seinem Holzpflaster doch jedes Jahr aufs Neue zwischen Mai und Juli zahlreiche der imposanten Kerfe, die schon damals von Besuchern aus Nah und Fern bestaunt wurden.

In der Folgezeit profilierte sich die Einrichtung naturschutzfachlich auch überregional auf den Schutz bedrohter waldbewohnender Insektenarten wie Rote Waldameise, Hirschkäfer, Eichenbock oder Hornisse.

Sie wurde DDR-weit jedoch vor allem durch Initiativen zur Öffentlichkeitsarbeit für den Wald, die Forstwirtschaft und die Förster sowie zur waldbezogenen Umwelt- und Naturerziehung bekannt und gab ab 1982 in diesem Rahmen sogar eine eigene Faltblattreihe „Umweltschutz-Informationen“ heraus.

Danach wechselten - wie das Leben so spielt - Freud und Leid, denn die Initiativen der Einrichtung stießen bei den „DDR-Oberen“ nicht immer auf Gegenliebe.

Nach der politischen Wende gelang ein guter Neustart als „Märkisches Haus des Waldes“: neben ihrer regionalen Umweltbildungs- und Artenschutzarbeit koordinierte das Haus in der Folge rund 20 Jahre lang ausgewählte Vorhaben des brandenburgischen forstlichen Artenschutzes, hat sich jedoch zwischen 1995 und 2011 vor allem als Waldpädagogikzentrum der Landesforstverwaltung unseres Bundeslandes einen Namen gemacht. Einige deutschland- und sogar europaweite Impulse zur Waldpädagogik gingen in dieser Zeit von hier aus.

Seit 2012 wirkt die Einrichtung nunmehr vor allem als regionale Waldschule der Oberförsterei Königs Wusterhausen, nimmt als Waldpädagogik-Schwerpunkt aber auch weiterhin Landesprofilaufgaben zur waldbezogenen Umweltbildung im Rahmen des Landesbetriebes Forst Brandenburg wahr. Sie wird heute durch Revierförsterin Ute Fiszkal geleitet.

Übrigens - seine Erfolge verdankt das traditionsreiche Haus auch einem Partner, die ihm seit 1990 zur Seite steht: dem Regionalverband Dubrow e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Näheres erfahren Sie auch aus www.haus-des-waldes.info.

BDF-Arbeitskreis „Forstliche Umweltbildung“