Hoher BesuchEuropäischer Waldpädagogik-Koordinator besucht Müllroser Waldschule „Am Rogge-Busch“

Hoher Besuch in der Müllroser Waldschule „Am Rogge-Busch“: Am 26.1.11 war Thomas Baschny aus Wien für mehrere Stunden zu Gast in der brandenburgischen waldpädagogischen Einrichtung. Er wollte sich bei Waldschulleiter Roland Boljahn über die Entwicklung dieser europaweit bekannten Stätte vorzüglicher forstlicher Umweltbildung und den Fortgang ausgewählter Projekte informieren.

Thomas Baschny (auf dem Foto links), Forstmann, Mitarbeiter des österreichischen „Lebensministeriums“ und oberster Waldpädagoge der Alpenrepublik, kam in seiner Eigenschaft als Leiter des Waldpädagogik-Europanetzwerks nach Müllrose. Er leitet damit zugleich die Untergruppe Forest related environmental education des internationalen Forest Communication Network (FCN). Eine seiner Aufgaben ist es, die Umsetzung der Schlüsselaktion 10 „Umweltbildung und Umweltkommunikation“ des europäischen Forstaktionsplans zu unterstützen.

Der Chef des waldpädagogischen Europanetzwerks ist bereits 2004 auf Forstwirtschaftsmeister Roland Boljahn, der auch Leiter des brandenburgischen SDW-Landesarbeitskreises Wald & Bildung ist, und seine Arbeit aufmerksam geworden. Er schätzt dessen große Verdienste um die europäische Waldpädagogik sowie die „Eroberung des Bildungsraums Wald“ sehr.

Bei seinem kürzlichen Besuch ging es Thomas Baschny vor allem darum,

  • sich über die Weiterentwicklung der Müllroser Waldschule zu informieren, die untrennbar mit dem Namen Boljahn verbunden ist, der sie zu einem begehrten Anlaufpunkt der waldbezogenen Umweltbildung in ganz Europa gemacht hat,
  • mit Roland Boljahn den „Vater“ der europäischen Waldtheater-Bewegung wiederzusehen (2004 hat der Müllroser Forstmann im Böhmerwald u.a. das erste österreichische Waldtheater eröffnet),
  • den Fortgang des im deutschsprachigen Raum erfolgreichen Müllroser Naturlehrmittels „Mein Waldbuch“zu erkunden (es erhielt kürzlich das Prädikat „Bestes brandenburgisches Naturlehrmittel“),
  • die „Müllroser Waldschulphilosophie“ und insbesondere das vorbildliche „Wald-macht-Schule“-Netzwerk“ incl. der „Deutsch-Polnischen Waldschule“ einmal vor Ort kennen zu lernen,
  • die „Kinder-Uni“-Erfahrungen des Müllroser „Waldpädagogik-Pioniers“ zu studieren ...

Übrigens:
das Treffen, an dem auch der Leiter des Märkischen Haus des Waldes Klaus Radestock teilnahm, steht in guter Tradition – es gab im Rahmen des märkischen Waldpädagogik-Fortbildungsprogramms vor dem bereits fünf österreichisch-brandenburgische Erfahrungs- und Informationsaustausche.

Klaus Radestock
Tel. 033763-64444