Naturerwachen im Wald - „Vom Eise befreit …“

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick …“ – diese Goetheschen Worte kommen nicht nur Deutschlands Förstern in den Sinn, wenn sie nach langem harten Winter bei ihren Waldgängen derzeit vom Trompeten der Kraniche, Pinken der Meisen, Schnalzen der Stare … begleitet werden. Der Wald ist in jeder Jahreszeit schön, ganz besonders aber jetzt im Vorfrühling, wenn es heißt „Winter ade …“ und die Natur erwacht. Letzteres Motto ist übrigens auch Thema zahlreicher Försterwanderungen der nächsten Tage und Wochen.

Die Förster und ihre Partner machen dabei die Waldbesucher in ihren Revieren auf die Wunderwelt des Vorfrühlingswaldes aufmerksam, denn:
was gibt es derzeit in Wald und Flur nicht alles zu sehen, zu hören, zu fühlen oder zu schnuppern?!

  • Zugvögel wie Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Drossel, Kiebitz, Rohrdommel, Kranich, Uferschwalbe, Graugans ... kommen zurück,
  • einige Kriechtiere sind bereits „aufgetaut“, also aus ihrer Winterstarre erlöst: Zauneidechse, Ringelnatter, Blindschleiche ... können unseren Weg kreuzen,
  • die ersten Lurche suchen ihre Laichgewässer auf: Grasfrosch, Kreuzkröte, Moorfrosch, Knoblauchkröte ...,
  • Insekten wie Hummel, Tagpfauenauge, Mistkäfer, Feuerwanze, Zitronenfalter ... erscheinen, die „Sonnung“ der Roten Waldameisen beginnt,
  • als Frühblüher können wir Bodenpflanzen wie Märzenbecher, Huflattich oder Schneeglöckchen, Sträucher wie Haselnuss oder Winterjasmin und Bäume wie Ulme, Lärche, Pappel, Schwarzerle oder Salweide … bewundern und
  • sogar frühe Pilze wie Frühjahrs-Lorchel, Morchelarten, Frühlingsrötlinge, Frühlings-Knollenblätterpilz ... wagen sich hervor.
    Veranstaltungen in Sachen „der Wald im Vorfrühling“ erfahren Sie hier: www.treffpunktwald.de