Im Märchenwald“
„Försterin - Märchentante - Duo“ auf Waldgang

Gräbendorf – Ein „Märchenwald-Tandem“, gebildet aus „Märchenfee“ Christine Wolff vom Berlin-Brandenburgischen Märchenkreis e.V. und Revierförsterin a.D. Ute Handke, führt im Auftrag des SDW-Regionalverbandes Dubrow am 20.03.10 anlässlich des diesjährigen Tages des Waldes durch die vorfrühlingshafte Umgebung des Märkischen Hauses des Waldes.

Märchen sind prosaische, frei erfundene Erzählungen, die von wundersamen Begebenheiten berichten.
Sie treten in allen Kulturen auf. Typisch sind dafür phantastische Elemente wie Hexen, Zauberer, Riesen oder Zwerge, sprechende Tiere, Verwandlungen … Inhaltlich steht meist ein Held im Mittelpunkt, der Auseinandersetzungen mit guten und bösen, natürlichen und übernatürlichen Kräften bestehen muss.
Diese Geschichten, um die sich in unserer Heimat zur der Zeit der Romantik besonders die Gebrüder grimm verdient machten, enden meist mit den Worten „Es war einmal …“ und schließen oft mit „… und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.“

Bedenkt man, dass „märchen-empfängliche“ Vor- und Grundschüler die wichtigste Zielgruppe der brandenburgischen Waldpädagogik sind, und erwägt man ferner, dass in einer wachsenden Zahl von Elternhäusern keine Märchen mehr erzählt oder gelesen werden, obwohl das für die kindliche Entwicklung nachweislich von hohem Wert ist … so wird ihre Bedeutung als Methode waldbezogener Umweltbildung deutlich.

Das Gräbendorfer „Märchenwald-Tandem“ ist schon seit vielen Jahren unterwegs und hat sich damit ein dankbares Publikum erarbeitet: die eine erzählt internationale Märchen, die andere trägt mit Wissenswertem und Spannendem zu den jeweils „gastgebenden Forstorten“, Tieren und Pflanzen bei. Das tun beide erfolgreich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Immer klingt der märchenhafte Waldtag in gemütlicher Lagerfeuer-Runde bei Glühwein, Brot, Wurst und Speck aus.
Aber natürlich: Im zeitigen Frühling, wenn es heißt „Winter ade …“ und „die Natur erwacht“, ist der märkische Wald ganz besonders interessant. Jetzt lassen sich heimgekehrte Zugvögel, „aufgetaute“ Lurche und Kriechtiere, erwachte Insekten, Frühblüher und erste Knospen oder gar zeitige Pilze wunderbar in die Märchenwelt einbeziehen oder sie motivieren. Wie sich das gehört im „Jahr der biologischen Vielfalt“ 2010 …

Übrigens:

Weitere Termine für Winter-ade-Wanderungen in den „märzlichen“ Wald finden Sie in www.treffpunktwald.de, andere brandenburgische Tag-des-Waldes-Veranstaltungen nachstehend:

  • 20.03.10: Walderleben & Öffentliches Backen anlässlich des Tag des Waldes im Arboretum Lüttgen Dreetz (OPR; Landesbetrieb Forst Brandenburg= LFB, Betriebsteil = BT Kyritz). Kontakt: Roland Protz, Tel. 033970-51986
  • 21.03.10 (14.00 Uhr): Das Waldhaus Blankenfelde, Projekt des Landschaftspflegevereins Mittelbrandenburg e.V. (TF; LFB, BT Wünsdorf), lädt anlässlich des Tag des Waldes zu einer Exkursion mit dem Förster Thomas Vollmar zum Thema „Das Eichhörnchen“ ein. Kontakt: Waldhaustelefon 033708-20821
  • 23.03.10 (14:30 Uhr): Baumpflanzung anlässlich des Tages des Waldes im SDW-Arboretum in Königs Wusterhausen (LDS; LFB, BT Wünsdorf). Kontakt: Britta Herter, Tel. 033764-20539

Klaus Radestock
Kontakt: Tel. 033763-64444