Waldpädagogik im Advent

AdventUnser Wald ist auch im Dezember schön und erlebenswert. Forstleute, Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und andere „Waldprofis“ ... gestalten für interessierte Waldbesucher in diesem Monat eine Fülle von advents- und weihnachtsorientierten Waldpädagogik-Angeboten, die immer mehr Freunde finden.

Abseits der inzwischen vielen Leuten lästig werdenden Hektik, Grelle, Schrille und Lärmerfülltheit der in künstlichem Glitzer und Flitter prunkenden städtischen „Konsum-Tempel“, in denen der Advents- und Weihnachtsgedanke (als stille, besinnliche Zeit) längst ins Gegenteil verdreht wurde, lassen sich derzeit mehr und mehr Menschen zum Jahresausklang von beschaulich-gemütvollen Wald-Aktivitäten begeistern.

Folgende Angebote haben sich u.a. in den letzten Jahren etabliert:

  • Der mit einer geführten Waldwanderung kurz vor oder während der Adventszeit verbundene Schmuckreisig-Erwerb direkt vom Förster oder Waldbesitzer: Als „Mitbringsel“ sind besonders die nach Apfelsinen duftenden Douglasienzweige begehrt.
  • Die mancherorts im Zusammenhang mit waldpädagogischen Veranstaltungen angebotenen Babara-Zweige: Am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Babara, in die Vase gestellte Zweige blühen oder grünen drei Wochen später am Weihnachtstag. Äste von Schlehe, Kirsche, Flieder oder Linde werden so zu Kündern des Christfestes.
  • Der traditionelle Weihnachtsbaumkauf direkt ab Wald, bei dem man selbst mit Hand anlegen kann, wird meist von waldpädagogischen Veranstaltungen flankiert und entwickelte sich als „Romantische Waldweihnacht“ und „Adventsmarkt der ganz besonderen (Wald)Art“ mancherorts inzwischen zum winterlichen Waldfest.
    Denn: Solche Weihnachtsbaum-Erlebnisaktionen für die ganze Familie wurden bei den Leuten in den letzten Jahren immer beliebter. Diese Veranstaltungen sind oft von Lagerfeuerromantik, Schwein am Spieß, Knüppelkuchen, Glühwein und waldpädagogischen Aktivitäten wie Waldschulständen, Försterwanderungen ... begleitet, ohne deshalb jedoch zum „Rummel“ zu werden.
    Das Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz hatte übrigens heuer noch eine ganz besondere Idee:
    Mit dem Kauf eines Weihnachtsbaums kann man gleichzeitig für ein Generationenprojekt „Weihnachtswald“ spenden“.

  • Viele waldpädagogische Einrichtungen laden seit Jahren zum Basteln mit Waldmaterialien ein.
    Die Besucher können dann Adventsgestecke, Weihnachtsbaumschmuck oder kleine Weihnachtsgeschenke fertigen.
  • Mancherorts finden (sowohl im verschneiten Winterwald als auch in Waldschulräumen) „Wald-Märchenstunden im Advent“ statt.

Weiterführende Hinweise:

  • Noch viel mehr Interessantes und Wissenswertes zum Thema erfahren Sie hier: Wald & Weihnacht.
  • Im Treffpunkt Wald finden Sie zahlreiche Termine in Sachen Waldpädagogik im Advent

Klaus Radestock
ePost klaus.radestock@gmx.de