Waldpädagogik im Winterwald

Halb Deutschland liegt seit Jahresbeginn 2010 unter einer Schneedecke. Eine idyllische Winterlandschaft erfreut die Erholungssuchenden, macht den Wald aber auch spannend: die „Neue“, frisch gefallene Spurschnee, ermöglicht dem stillen Waldwanderer jetzt eine Fülle von Naturbeobachtungen. Jedoch ganz egal, ob Sie „per Pedes“ oder auf Skiern unterwegs sind – bitte bleiben Sie auf den Waldwegen, laufen Sie nicht „querwaldein“ und lassen Sie vor allem Ihre Hunde angeleint. Denn: so schön die schneebedeckte Natur für unser Auge ist, so hart ist das Leben nun für die Tiere hier draußen – viele von ihnen haben nun Notzeit!

Oberstes Gebot ist für Waldbewohner derzeit, Energie zu sparen. Wer nicht Winterschlaf bzw. Winter-ruhe hält oder in Winterstarre gefallen ist, muss - wie etwa die Rehe - tagtäglich auf Nahrungssuche gehen. Störungen durch Menschen oder Hunde können nun, speziell bei starkem Frost oder verharschten Schnee, lebensbedrohend sein. Die Waldtiere reagieren hierauf mit panischer Flucht und reißen dabei ein tiefes Loch in ihren Energiehaushalt. Kommt dies öfters vor, dann steht ihr Überleben auf dem Spiel.

Am besten ist es nun, sich für den winterlichen Waldgang im Januar 2010 einem „Waldprofi“ anzu-vertrauen und an der Försterwanderung teilzunehmen – Näheres finden Sie unter www.treffpunkt-wald.de.


Klaus Radestock