Akteure der Waldpädagogik

Diskussionspapier vom 29.12.09

1. „Macher“

Deutsche Waldpädagogische Angebote werden derzeit durch „Macher“ wie

umgesetzt.

2. Partner

Im Rahmen des bewährten „Kooperationsmodells Waldpädagogik“ arbeiten die Akteure Hand in Hand mit Partnern. Das sínd Gleichgesinnte aus anderen fachlichen oder gesellschaftlichen Bereichen wie

Als „Multiplikatoren“ können sie auch direkt Zielgruppen sein.

3. Zielgruppen

Den Kernzielgruppen-Bereich der Waldpädagogik bilden Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 19 Jahren. Das gilt insbesondere für

  • Vorschüler von 4 bis 6 Jahren
    (Orientierung: Spielerisches Walderleben)
  • Grundschüler Klasse 1 - 6
    (Orientierung: Spielerisches Walderleben; mit Klasse 6 wird das spiele-orientierte Arbeiten meist schon komplizierter)
  • Mittelschüler Klasse 7 - 10
    (Orientierung: Wald erarbeiten, „Abenteuer Wald“, experimentelles Walderleben, Wald-Wettbewerbe, einfache Waldprojekte; das Arbeiten mit pubertierenden Jugendlichen kann kompliziert sein – sie sind schwerer erreichbar als die anderen Schülergruppen)
  • Oberschüler Klasse 11 - 12 (13) (Orientierung: anspruchsvolle Wald-Projekte, „Walderforschen“

Schwerpunkt sind dabei jüngere Grundschüler der 2. bis 4. Klassen, weil sie

  • noch so jung und aufgeschlossen sind, dass die „Waldfreund-Prägung“ durch einen gut gemachten, sorgfältig vor- und nachbereiteten Waldtag als unvergessliches Erlebnis gelingen kann,
  • schon so vorgebildet sind (Lesen, Schreiben, Naturkenntnisse ...), dass die für eine Reihe unser Angebote bzw. methodischen Ansätze wichtige Wissensbasis vorhanden ist,
  • der schulische Lehrplan „passt“,
  • der verlässliche Partner „Grundschul-Lehrer“ in Sachen Vor- und Nachbereitung, Erfolgskontrolle ... sowie als „pädagogische Berater“ im Förster-Lehrer-Tandem“ zur Verfügung steht.

Darüber hinaus richtet sich das waldpädagogische Angebot an die gesamte Bevölkerung.
Andere waldpädagogische Zielgruppen sind hier u.a.

Für die Erwachsenen-Gruppen unterscheiden sich die Ansichten zu Wald, Forstwirtschaft, Holz, Förster … je nach sozialer Herkunft (Sinus-Milieu) bzw. vorhandenen Werteorientierungen und damit auch die Erwartungshaltungen in die Waldpädagogik z.T. erheblich voneinander – hier muss demzufolge auch milieu-orientiert agiert werden.

Mit zwei Gruppen ist schwierig arbeiten: erwachsenen Hedonisten (bekennende Egoisten und Bekenner des Mottos „Nach mir die Sintflut“, Anhänger der „Spaßgesellschaft“) und Konsum-Materialisten („Shoppen-Geher aus Lust“) ist der Wald ohnehin fremd & egal bzw. lediglich eine grüne Kulisse für den Freizeit-Sport. Wenn sich solche Lebenshaltungen verfestigt haben, kann nicht mehr zielorientiert waldpädagogisch gearbeitet werden.

Es ist vorgesehen, ausgewählte Akteure-Gruppen im Rahmen der Schriftenreihe WaldLernen ausführlich zu beschreiben – wer möchte mitmachen?

Für kritische Hinweise / Ergänzungen wäre ich dankbar!

Klaus Radestock